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Sep 29

Betrugsverdacht in Saarbrücker Spielbank

An den Roulette-Tischen der Spielbank Saarbrücken soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Gegen einen bundesweit aktiven Berufsspieler und gegen Verantwortliche der Spielbank läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren, wie die Staatsanwaltschaft dem SR bestätigte. Es geht um den Verdacht des Betruges.

Der 80 Jahre alte Berufsspieler soll mit Spielbankmitarbeitern gemeinsame Sache gemacht haben. Auslöser für die Ermittlungen war eine Strafanzeige eines langjährigen Spielbankgastes von Anfang März gewesen: Der Berufsspieler, der in Zockerkreisen nur „Dok“ genannt wird, verfüge über eine außergewöhnliche Gabe – das so genannte Kesselgucken. Drehe sich der Kessel relativ langsam, könne er voraussagen, wohin die Kugel fällt.

Absprachen mit den Mitarbeitern?
In der Strafanzeige wird die Spielbank am Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken nach SR-Informationen als „Verbrechercasino“ bezeichnet. Denn der gebürtige Serbe „Dok“ soll mit den Croupiers gemeinsame Sache machen: Die Mitarbeiter sollen den Kessel offenbar langsamer drehen und dafür ein großzügigeres Trinkgeld erhalten. Laut Staatsanwaltschaft gab es vor 20 Jahren schon einmal ähnliche Vorwürfe, die damals aber im Sande verlaufen seien.

Die neuerlichen Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang. Saartoto- und Spielbank-Chef Peter Jacoby ist von Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten an den Roulettetischen nichts bekannt. „Dok“ sei in Saarbrücken, wie in anderen Spielbanken auch, zwar schon gesperrt gewesen, das aber komme immer wieder mal vor. Den aktuellen Vorwürfen will Jacoby dennoch nachgehen.

Über dieses Thema wurde am 5. April auch in der Rundschau auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

News-Quelle (nicht mehr online): https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/betrugsverdacht_spielbank_saarbruecken100.html