Sep 29

Betrugsverdacht in Saarbrücker Spielbank

An den Roulette-Tischen der Spielbank Saarbrücken soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Gegen einen bundesweit aktiven Berufsspieler und gegen Verantwortliche der Spielbank läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren, wie die Staatsanwaltschaft dem SR bestätigte. Es geht um den Verdacht des Betruges.

Der 80 Jahre alte Berufsspieler soll mit Spielbankmitarbeitern gemeinsame Sache gemacht haben. Auslöser für die Ermittlungen war eine Strafanzeige eines langjährigen Spielbankgastes von Anfang März gewesen: Der Berufsspieler, der in Zockerkreisen nur „Dok“ genannt wird, verfüge über eine außergewöhnliche Gabe – das so genannte Kesselgucken. Drehe sich der Kessel relativ langsam, könne er voraussagen, wohin die Kugel fällt.

Absprachen mit den Mitarbeitern?
In der Strafanzeige wird die Spielbank am Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken nach SR-Informationen als „Verbrechercasino“ bezeichnet. Denn der gebürtige Serbe „Dok“ soll mit den Croupiers gemeinsame Sache machen: Die Mitarbeiter sollen den Kessel offenbar langsamer drehen und dafür ein großzügigeres Trinkgeld erhalten. Laut Staatsanwaltschaft gab es vor 20 Jahren schon einmal ähnliche Vorwürfe, die damals aber im Sande verlaufen seien.

Die neuerlichen Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang. Saartoto- und Spielbank-Chef Peter Jacoby ist von Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten an den Roulettetischen nichts bekannt. „Dok“ sei in Saarbrücken, wie in anderen Spielbanken auch, zwar schon gesperrt gewesen, das aber komme immer wieder mal vor. Den aktuellen Vorwürfen will Jacoby dennoch nachgehen.

Über dieses Thema wurde am 5. April auch in der Rundschau auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

News-Quelle (nicht mehr online): https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/betrugsverdacht_spielbank_saarbruecken100.html

Sep 20

NanoWin System

Besser wenig gewinnen als nie gewinnen. Oder besser wenig (aber regelmäßig) gewinnen, als immer wieder die hohen Zwischengewinne zu verzocken.

Nach diesem Grundprinzip sollte ein sehr kleines, aber dafür realistisches Gewinnziel je Spielsitzung angestrebt werden. Zum Beispiel €1 je Spielsitzung oder sogar nur €0,50. Die meisten Systemspieler werden ein solches Gewinnziel für absurd halten und weiterhin ziellos herum zocken, aber wenn wir mal ganz ehrlich bilanzieren, könnte folgendes Rechenbeispiel dabei heraus kommen:

Der Zocker spielt meistens planlos und ziellos mit viel zu hohem Risiko und erreicht mit dieser Spielweise an einigen der 30 Spieltage pro Monat ein Gewinnergebnis im dreistelligen Bereich. Viel seltener erhöht sich das Guthaben sogar mal bis in den vierstelligen Bereich. Wenig später wird jedoch regelmäßig alles wieder verzockt und es geht vom Nullstand aus neu los.

Der NanoWin-Systemspieler macht es anders. Er spielt Roulette auf den Einfachen Chancen mit anfangs sehr kleinen Einsätzen, progressiert nur mit flach ansteigenden Einsätzen (z.B. 1,2fache bis 1,6fache Einsatz-Erhöhungen statt Verdoppelungen) und beachtet gewisse Limite. Durch das sehr kleine Gewinnziel je Session werden überlange Gefechte gegen das Casino sowieso schon in den meisten Fällen vermieden. Außerdem werden schlechte laufende Spielsitzungen durch Stopp-Limite (maximales Minusergebnis) und Zeit-Limite bezüglich maximaler Spielzeit entschärft. Auf diese Weise geht das Spielkapital auch dann nicht verloren, falls es zu fünf oder mehr Spielsitzungen mit Minusergebnis direkt in Folge kommen sollte.

Im positiven Fall kommt es zu vielen Sitzungen mit jeweils kleinen Plus-Ergebnissen in Folge. Im etwas weniger positiven Fall sind es Plusergebnis-Sitzungen, die jeweils nur von vereinzelten Sitzungen mit jeweils kleinem Minusergebnis unterbrochen werden. Ansonsten gibt es gelegentlich auch die Pechsträhnen mit Anhäufungen von Spielsitzungen, die zur Schadensbegrenzung abgebrochen werden müssen. Auf lange Sicht geht es zwar nicht spektakulär aufwärts mit der Gewinnkapitalisierung, aber das Risiko des immer wieder verzockten Guthabens lässt sich mit der Spielweise weitgehend ausschalten.

Weitere Infos und Beispiele folgen in Kürze.

Sep 14

Mega System mit 6er-Serie als erstes Satzsignal

Beim klassischen Megasystem wird zunächst 5x Schwarz- oder Rot-Erscheinung abgewartet bzw. die 5er-Serie und ab dann wird auf Abbruch dieser Serie gesetzt. Anschließend wird so lange der Einsatz verdoppelt, bis die Serie tatsächlich abbricht, falls es nicht sofort der Fall sein sollte. Das Problem bei dieser Strategie ist die 15er oder längere Serie, die rein zufällig durchaus entstehen kann. Die 15er Serie zerstört das normale Mega System insofern, dass bis dahin erfolglos 10x in Folge gegen den Serienabbruch gewettet wurde und dass dabei 9x in Folge der Einsatz verdoppelt wurde.

An vielen Roulette-Spieltischen ist die Minimum/Maximum-Spannweite auf den 1000fachen Mindesteinsatz beschränkt. Eine weitere Verdoppelung ist an diesen Roulette-Tischen nach der 10. Progressions-Stufe überhaupt nicht mehr möglich. Die 15er-Serie ist also der Grenzfall, der das Mega System zerstört, weil sich die zuvor aufgelaufenen Verluste nicht mehr mit einem einzigen Einsatz aufholen lassen (falls überhaupt so viel Spielkapital vorhanden ist).

Das Problem lässt sich etwas abmildern, indem zunächst eine 6er-Serie als Permanenzvorlauf abgewartet wird. Die verlustbringende „Killer-Figur“ wird dadurch bis zur 16er-Serie erweitert. Alle kürzeren Serien mit Zero-Erscheinungen dazwischen könnten ähnlich verhängnisvoll sein, aber zur Vereinfachung dieser Analyse bleibt die Zero (bzw. Zahl Null) mal außer vor. Das wird in einem anderen Beitrag noch mal gesondert analysiert.

Die 16er-Serie ist deutlich seltener anzutreffen als die 15er-Serie. So gesehen könnten wir mit der Verschiebung des Satzsignals (6er statt 5er-Serie abwarten) durchaus den unvermeidlichen Crash-Zeitpunkt noch weiter in die Ferne verschieben als beim klassischen Megasystem. Das Spielkonzept wird dadurch aber noch satzärmer (eigene Spieleinsätze im Verhältnis zu beobachteten und nicht aktiv bespielten Roulettezahlen). Es bleibt deshalb unvermeidlich, dass es nur an extrem schnell laufenden Roulettetischen praktizierbar ist, wenn wir uns auf die 1:1 Chancen Schwarz und Rot beschränken. Zwar gäbe es andere Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. die Einbeziehung weiterer 1:1 Chancen (Gerade/Ungerade, Passe/Manque bzw. 19/36 vs 1/18) oder die sogenannte Permanenzvervielfältigung bzw. Querschreibtechnik oder die Möglichkeit der Generierung von unzähligen verschiedenen künstlichen Einfachen Chancen (18 Zahlen gegen 18 andere Zahlen), so dass dadurch sehr kurz nacheinander immer neue Satzsignale nach 6er-Serien vorhanden wären, aber das ist in der heutigen Zeit wohl kaum noch praktizierbar.

Der schnell laufende Roulettetisch ist in einigen Onlinecasinos verfügbar, bei dem es die Option gibt, dass sich nachfolgende (nicht gesetzte) Roulettezahlen mit einem schnellen Mausklick einfach so weiter klicken lassen. Jede Art von Animation (eingespielte Videosequenzen von rollenden Roulettekugeln, die in das Zahlenfach fallen) lässt sich bei diesen RNG-Rouletteversionen abschalten. Außerdem ist vor allem die besonders wichtige Option vorhanden, dass sich der Spin-Button auch ohne eigenen Spieleinsatz aktivieren lässt. Sonst würde sich der Permanenzverlauf ja nicht kostenlos fortsetzen lassen.

Beim Live-Roulette oder an Multiplayer-RNG Roulette-Spieltischen könnte man zwar auch den Permanenzvorlauf passiv beobachten, aber der Spielverlauf wäre viel zu langsam. Im Verhältnis zum sinnvoll geringen Mindesteinsatz wäre die Wartezeit zwischen den Satzsignalen zu lang. Es macht nur Sinn, wenn man das Spieltempo selbst beeinflussen kann und den Permanenzvorlauf im Sekundenbruchteil fortsetzen lassen kann.

An solchen RNG Online Roulette Spieltischen kann das Abwarten der 6er-Serie durchaus Sinn machen. Auf ganz lange Sicht macht es allerdings keinen Unterschied. Die Serienverteilung ist so ausgeglichen, dass sich jede Figur und Gegenfigur (dazu zählen alle Serien, egal welcher Länge und alle anderen Muster und Gegenmuster) ihrer theoretisch zu erwartenden Normalverteilung annähern werden. Der Spieler macht bis dahin sehr viel Spielumsatz und die Bank nimmt sich zwischendurch ihren Anteil (Auszahlungsnachteil) aus dem Spiel. Das Spielkapital verringert sich deshalb mit der Zeit, je länger der Mega-Systemspieler Umsatz macht. Oder es vermehrt sich selbst während der Glückssträhne weniger ausreichend, um in den späteren Pechphasen ausreichend Kapitalreserve verfügbar zu haben.

Sep 11

Mega System

Das Mega System besteht aus der Verdoppelungs-Progression (Martingale) und der Satzregel, dass zunächst eine Serienerscheinung abgewartet wird. In den meisten Fällen wird das Megasystem so ausgelegt, dass zunächst 5x Schwarz oder Rot direkt in Folge erscheint. Danach wird der Abbruch dieser Fünfer-Serie erwartet und auf die gegenteilige 1:1 Chance gesetzt.

Falls die 5er-Serie tatsächlich abbricht, gewinnt man durch diese Strategie sofort. Der eigene Spieleinsatz wird zurück gezahlt, sowie ein Spielgewinn in gleicher Höhe. Danach muss zunächst das nächste Satzsignal (5x Schwarz oder 5x Rot) abgewartet werden, bevor mit eigenem Einsatz weiter gespielt werden kann.

Setzt sich die 5er-Serie jedoch fort, hat man seinen ersten Einsatz verloren. Es muss dann mit doppelt so hohem Spieleinsatz auf den Abbruch der 6er-Serie gewettet werden. Im negativen Ergebnisfall wird anschließend nochmals verdoppelt (gegen die 7er-Serie) und dann wird gegen die 8er-Serie erneut verdoppelt usw. Nach dem Abbruch der langen Serie verbleibt unterm Strich der Gewinn einer Einheit (z.B. €5, falls mit der Progression €5 – €10 – €20 – €40 – €80 – €160 usw. stufenweise erhöht wurde). Der übrige Auszahlungsbetrag besteht nur aus dem letzten Spieleinsatz und der Tilgung aller zuvor verlorenen Einsätze.

Mega System Verlust-Risiko:
Es besteht ein sehr hohes Risiko, dass das verfügbare Spielkapital komplett verspielt wird. Sehr lange Schwarz-Serien oder Rot-Serien (z.B. 15x in Folge nur schwarze oder rote Zahlen) erscheinen zwar nur sehr selten, aber sie können trotzdem jederzeit und auch kurz nacheinander auftreten. Die 15er-Serie erfordert beim Mega System mit Einstieg ab der 5er Serie bereits etwas mehr als den 1000fachen Grundeinsatz, um damit 1 Promille Gewinn und die Tilgung aller bis dahin aufgelaufenen Verluste zu realisieren. Bereits dann ist möglicherweise keine weitere Einsatz-Verdoppelung mehr möglich, weil das Maximum auf dem Chancenfeld erreicht wurde oder weil das eigene Spielkapital sowieso schon aufgebraucht wurde.

Mega System Gewinnchancen:
Das Spielsystem ist dazu geeignet, kleinere Gewinnziele mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit regelrecht erzwingen zu können. Diese sehr hohe Gewinnwahrscheinlichkeit erfordert allerdings einen relativ hohen Kapitalbedarf, der im Verhältnis zwischen kleinem Gewinnergebnis und möglichem hohen Verlustbetrag wenig sinnvoll erscheint.

In der Praxis sollte das System nur im Low Roller Limitbereich eingesetzt werden. Online Roulette ist bereits ab 10 Cent Mindesteinsatz auf den 1:1 Chancen spielbar und es gibt Rouletteversionen, bei denen sich der Permanenzvorlauf ohne Zeitunterbrechungen sehr schnell zusammen klicken lässt (z.B. in Playtech Casinos). Mit Grundeinheiten im Cent-Bereich bleibt das Verlustrisiko sehr überschaubar und trotzdem lässt sich mit etwas Geduld neues Anfangskapital aufbauen, aus dem sich ab einem gewissen Mindeststand mit anderen Systemen weiter spielen lässt.

Nov 16

Paroli

Paroli-Progression

Das Paroli ist die Spekulation auf Gewinnvervielfachung nach einem Gewinncoup. Es wird darauf gewettet, dass unmittelbar nach dem Gewinnsatz ein weiterer Gewinn folgen wird. Setzt man beim Roulette z.B. €50 auf Schwarz oder Rot und es erscheint die gesetzte Einfache Chance, lässt man anschließend den Einsatz und den Gewinn stehen (€50 + €50 = €100). Erscheint die gesetzte Chance nochmals, hat sich der ursprüngliche Einsatz vervierfacht. Gewinn und Einsatz könnten dann vom Spieltisch genommen werden und das Spiel wäre damit beendet. Aus den anfangs gesetzten €50 wurden €200.

Doppelparoli

Die Gewinnprogression kann deutlich mehr Plus erwirtschaften, wenn man sich auf das erhöhte Risiko einlassen will. Der erste Paroligewinn wird in dem Fall nochmals stehen gelassen, so dass sich mit Glück der bisherige Einsatz nochmals verdoppelt. Vom Ausgangseinsatz 50 gerechnet wäre es dann eine Verachtfachung auf den Stand €400. In dem Fall wäre es für Gelegenheits- bzw. Hobbyspieler ratsam, die Sache abzubrechen und das Spiel zu beenden. Das Verhältnis von Fehlversuchen zu geglückten Doppelparoli-Gewinnfällen ist noch im meistens erträglichen Verhältnis und bis zur zweiten Satzstufe lässt sich das auch noch sinnvoll mit einer Verlustprogression kombinieren. Die Anfangseinsätze werden in dem Fall schrittweise so weit erhöht, bis es mit dem Plusziel geklappt hat.

Mehfachparoli

Noch riskanter ist der Versuch, auf 4er oder längere Gewinnserien zu spekulieren und alle bisherigen Gewinne und den ursprünglichen Einsatz immer weiter aufs Spiel zu setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es schief geht, nimmt mit jeder Satzstufe immer weiter zu, aber umgekehrt ist es eine Art positives Schneeballsystem, das ab und zu auch mal funktionieren kann. Das Parolispiel ist das Gegenteil von der Martingale, bei der nach dem Verlustsatz immer weiter verdoppelt wird. Viele Roulettespieler haben die Martingale immer wieder neu erfunden, ohne darüber nachzudenken, dass vor 200 Jahren auch schon so gespielt wurde und dass seitdem niemand dauerhaft mit der Roulette-Strategie (bzw. Progression) gewonnen hat. Spielt man Paroli, zwingt man die Spielbank zum Martingalespiel. Das Casino muss immer weiter verdoppeln und verliert dabei im schlimmsten Fall einen fünfstelligen Betrag an den Spieler, falls dieser eine sehr lange Gewinnserie (z.B. neun oder zehn Plusergebnisse in Folge) realisieren kann und dann zu einem optimalen Zeitpunkt das Spiel beendet. Nachteilig bei dieser Spielweise ist, dass es sehr viele Fehlversuche gibt, wenn man die Sache auf die Spitze treiben will. Man wird sich immer wieder daran erinnern, dass es vielleicht besser gewesen wäre, nach zwei, drei oder vier Parolistufen abzubrechen, statt die zuvor aufgelaufenen Gewinne immer weiter riskiert zu haben. Dieser Effekt lässt sich durch variable Paroli-Strategien entschärfen, z.B. durch die Garcia-Strategie, bei der nicht direkt verdoppelt wird. Dadurch sind zwischenzeitliche Abschöpfungen von Teilgewinnen möglich, so dass nach einigen Satzstufen ein Mindestgewinnbetrag gesichert ist.

Paroli auf höheren Chancen

Die Progression ist auch auf Dutzend/Kolonne, Transversalen und allen anderen hohen Chancen möglich, obwohl das wegen der immer geringeren Gewinnwahrscheinlichkeit weniger sinnvoll erscheint. Die Drittelchance mit dem Satz auf 12 gegen 25 Zahlen ist aber durchaus noch geeignet.

Okt 11

Der Kniff – Multi-Systemspiel

Beim Roulette können auch einfache Systeme und Progressionen durchaus hilfreich dabei sein, über einen längeren Zeitraum hinweg Gewinnergebnisse zu erzielen. Früher oder später stößt jedoch jedes mathematische Spielprinzip an seine Grenzen. Bei der Progression hängt es von der eigenen Kapitalreserve und dem maximal zulässigen Einsatz am Spieltisch ab.

Würde man am Spielsystem auch in einer Phase von bedrohlich gehäuft auftretenden Verlustergebnissen weiter festhalten, könnte es zu einem sogenannten Platzer kommen. Das verfügbare Spielkapital wäre in dem Fall komplett verspielt.

Mit diesem Kniff lässt sich diese Gefahr möglicherweise entschärfen:

Vor dem Besuch der Spielbank entscheidet man sich für drei verschiedene Roulette Systeme, zwischen denen gewechselt werden kann. Die Strategien sollten vom Grundprinzip her nicht zu ähnlich sein, damit die Anpassung an veränderte Tendenzen ermöglicht wird.
Man könnte z.B. mit einem System für die Einfachen Chancen beginnen, das sich an Figuren und Mustern orientiert und bei dem die anfänglichen aufgelaufenen Verluste durch eine möglichst flach ansteigende Abstreichprogression getilgt werden.

Ab einem bestimmten maximalen Minusstand wird das Buchungsformular geknifft, so dass jetzt eine Hälfte der Rückseite des Buchungsformulares zu sehen ist. In diesem Bereich sollte die Buchung des zweiten Systems vorbereitet worden sein. Das Spielkonzept sollte jetzt abgewandelt sein. Es könnte z.B. zeitweise auf Abbruch von Ordnungen (Serien, Figuren, Muster) gespielt werden und die Einsätze werden nicht erhöht, sondern es bleibt über mehrere Coups hinweg bei der gleichen Satzhöhe.

Sollte sich die Pechsträhne trotz des Umstiegs auf das zweite System fortsetzen und ein weiterer zuvor festgelegter kritischer Minusstand erreicht worden sein, wird das gekniffte Buchungsformular umgedreht, so dass die zweite Hälfte der Rückseite zu sehen ist. In diesem Bereich des Formulares ist die Buchung des dritten Roulettesystems vorbereitet. Dieses wird nach einem nochmals anderen Grundprinzip bespielt, z.B. „Chaos gegen Chaos“, so dass spätestens in diesem Fall der Einstieg in einen Pluslauf gelingen sollte.

Durch den Wechsel zwischen drei verschiedenen Strategien soll die flexiblere Anpassung an die unberechenbaren Launen des Zufalls erreicht werden. Dieses Spielprinzip ist vor allem dann ratsam, wenn es mit dem intuitiv beeinflussten Spiel ohne Aufzeichnungen nicht so gut funktioniert oder wenn man dazu veranlagt ist, unter Stressbedingungen zum Konzept abzuweichen und zu voreilig alles auf eine Karte zu setzen.

Buchungs-Beispiel:

Die Notierkarte wird zur Veranschaulichung in sehr vereinfachter Form dargestellt.

In vielen europäischen Spielbanken sind kostenlose Notierkarten erhältlich, auf denen man die Roulette-Permanenz eintragen kann und weitere für das Systemspiel benötigte Aufschlüsselungen der Roulettechancen (z.B. Eintragungen für die Einfachen Chancen S,R,P,I,Ps,M in der abgekürzten Form oder für Dutzende, Kolonnen, Transversalen oder andere Chancen). In weiteren zusätzlichen Spalten lassen sich auch Satzsignale, Coup-Ergebnis, Gesamtsaldo usw. eintragen, so dass sich die gesamte Systembuchung am Spieltisch durchführen lässt. Vor Spielbeginn wird die Notierkarte entsprechend der gespielten Strategien so weit vorbereitet, dass die Eintragungen in den passenden Spalten erfolgen können. Für die Multi-Systemstrategie muss auch die Rückseite der Notierkarte entsprechend präpariert werden. Die Karte wird dazu in der Mitte (siehe gestrichelte Linie) so geknifft bzw. gefaltet, dass die Rückseite in zwei Hälften geteilt ist. Auf diesen beiden Hälften wird dann jeweils die Buchung der beiden alternativen Spielkonzepte vorbereitet.

Wichtig ist es, dass der Umstieg von System 1 zu System 2 und dann zur 3.Strategie (falls erforderlich) kompromisslos durchgezogen wird. Es darf dann kein Zögern und Zaudern geben, sondern es wird ganz konsequent gewechselt. Das Kniff-Ritual ist hilfreich dabei, diesen Schritt zu gehen und mit der vorher nicht funktionierenden Strategie abzuschließen.

Okt 04

Roulette-Kessel Strategie

Roulette ist ein Glücksspiel mit der Chance auf Gewinn in Millionenhöhe. Nur wenige Spieler haben bisher einen siebenstelligen Betrag am Roulettetisch gewonnen. Noch weniger haben dann den Ausstieg geschafft und die Rücklagen sinnvoll angelegt. Die bisherigen Millionengewinner waren fast alle keine Spielertypen, die man so an den Spieltischen herumsitzen oder herumstehen sieht. Es waren keine Spieler mit Spaß am Spiel, sondern Messtechniker und Wissenschaftler. Die Kessel-Gewinnstrategien wurden über einen langen Zeitraum geplant und vorbereitet. Es wurden eigene Roulettekessel angeschafft, z.B. aus Altbeständen von Spielbanken, an denen Messinstrumente befestigt wurden und an denen jahrelang Zielwürfe trainiert wurden. Es geht nicht darum, die genaue Zahl zu ermitteln, die jeweils als nächste vom Croupier geworfen wird. Ein Viertel-Sektor mit einer Referenzzahl und jeweils vier Nachbarzahlen ist ausreichend profitabel, wenn er etwas öfter als durchschnittlich zu erwarten voraus berechnet wird.

Besonders geübten Kesselguckern war es in der Vergangenheit schon öfters gelungen, die Wurfweite der Roulettekugel ausreichend genau voraus zu berechnen, so dass sechs- bis siebenstellige Gewinne in den Spielcasinos erzielt werden konnten. Christian „Sachse“ Kaisan gehört zu den bekanntesten Kesselguckern, die noch immer aktiv sind. In vielen Zeitungen und Zeitschriften wurde über ihn berichtet und es gab auch diverse TV-Reportagen. Andere Kesselgucker vermieden ganz bewusst jede Art von öffentlichem Auftritt, um ihr umstrittenes „Gewerbe“ in der Grauzone nicht unnötig ins Gespräch zu bringen. Der besonders offene Umgang des Sachsen mit den Medien wurde deshalb wohl auch kritisch gesehen. Pierre Basieux, der bekannteste Roulettebuchautor der heutigen Zeit, verriet in seinen Büchern einige Roulettekessel-Strategien. Das angelesene Wissen reicht allerdings nicht aus, um selbst erfolgreich den Kessel bezwingen zu können. Vieles, was vor 20 oder 30 Jahren noch funktionierte, ist heutzutage nicht mehr umsetzbar. Die Kessel drehen sich inzwischen schneller, stehen nicht mehr schief, sind präziser konstruiert, flacher als früher und lenken die geworfene Kugel unberechenbarer von der zuletzt getroffenen Raute ab. Die Absage des Croupiers (Rien ne va plus – Nichts geht mehr!) erfolgt schon nach wenigen Kugelrotationen, so dass den Kesselguckern die Zeit für ausreichende Messungen fehlt.

Falls es trotz der vielen Gegenmaßnahmen noch erfolgreiche Kesselkucker geben sollte, die als solche identifiziert werden, bekommen diese Hausverbot. Dem Spieler wird nicht das Recht eingeräumt, das angebotene Glücksspiel eigenmächtig in ein für ihn profitables Geschicklichkeitsspiel umzuwandeln. Früher wurden solche Profis trotzdem zeitweise in einigen Spielbanken geduldet, weil sie das meiste Trinkgeld gaben (auf das die Croupiers als Teil der Einnahmen dringend angewiesen sind). Heutzutage wird wohl hier und da noch ein Auge zugedrückt, wenn bestimmte Limite nicht überschritten werden. Eine ganz wichtige Strategie ist also, durch kleine Einsätze unterhalb des „Radars“ zu spielen. Außerdem sollte man sich nicht dabei erwischen lassen, falls technische Hilfsmittel zur Wurfweitenmessung eingesetzt werden oder wenn zum Croupier ein bestimmtes Verhältnis besteht, das auf einen gegenseitigen Vorteil hinaus laufen könnte. Manipulierte Roulettekessel sind schon öfters nachgewiesen worden, auch in einigen traditionellen Spielcasinos. Darauf sollte man sich strategisch einstellen und z.B. nie auf lange ausbleibende Zahlen oder andere hohen Chancen setzen. Am manipulierten oder defekten oder schief stehenden Kessel könnte man als Außenstehender schon rein zufällig davon mit profitieren, wenn man einfach die besser laufenden Chancen bespielt. Diese Spielweise ist ohnehin ratsam und sie macht dadurch noch mehr Sinn.

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